Letzte Vorbereitungen – Block G20!

 

Für die Vorbereitung unserer Aktionen wollen wir euch kurz die wichtigsten Dinge mitteilen:

ANREISE

Es wird eine gemeinsame Anreise aus MV am Mittwochabend per Zug geben, damit wir mit dem Sonderzug aus der Schweiz und Süddeutschland zusammen am Hbf Hamburg ankommen und von den Freund*innen der Nachttanzdemo abgeholt werden. Was für ein Empfang! Hier gehts zu den Abfahrtszeiten.

Für den Besuch der großen Bündnisdemonstration am Samstag gibt es Busse, die vom ZOB Rostock 7.30 Uhr losfahren. Buchung der Tickets ganz einfach online unter busse.g20-demo.org.

 

ABREISE

Ganz einfach. Nach der Großdemo am Samstag fahren diejenigen, die ein Busticket von Samstag haben,  damit einfach wieder zurück. Die anderen fahren mit Zug (da fährt bestimmt alles ganz pünktlich, so wie wir das von der Deutschen Bahn kennen). Wer Samstagabend noch wichtige Termine hat, kann sich natürlich auch ein Busticket bestellen und nur eine Fahrt nutzen!

 

ÜBERNACHTEN

Tag für Tag wird um die Camps in Hamburg gekämpft. Alternativ hat sich eine solidarische Bettenbörse gegründet. Zudem öffnen viele Hamburger Clubs ihre Türen zum Übernachten, auch wenn die Polizei das gar nicht gut findet (darum gehts ja!). Fragt ansonsten Freund*innen oder macht es wie die Leute vor Ort, hinpacken & schlafen. Das wird schon!

 

INFORMATIONEN

Für die Anreise aus MV und direkte Fragen an die Leute von NoG20-MV gibt ein Infotelefon: 0151 63834250

Das allgemeine G20-Infotelefon erreicht ihr unter: 0151 47339947

Informiert euch auch über die lokalen Gegebenheiten. Für Block G20 findet ihr hier die Aktionskarte mit allen wichtigen Punkten und Kontakten.

Wenn ihr von Repression bei Anreise nach Hamburg, zu Aktionen, Demos, währenddessen oder danach betroffen seid, wendet euch an den Ermittlungsausschuss (EA): 040 432 78 778

 

REPRESSION, VORBEUGUNG & PACKLISTE

Informiert euch, wann und wo Veranstaltungen in Hamburg stattfinden. Wenn ihr euch auf dem Weg zu einer Veranstaltung seid, seid ihr besonders durch das Versammlungsrecht geschützt, so dass nicht unmittelbar Polizeirecht angewendet werden kann. Gleiches gilt auch für die Anreise. Nichtsdestotrotz darf euch die Polizei, vor allem in den in Hamburg ausgerufenen Sicherheitszonen, ständig kontrollieren. Zu eurem eigene Schutz und um unnötigen Anzeigen aus dem Weg zu gehen:

  1. Führt keine Waffen (Messer ö.Ä.), waffenähnliche Gegenstände (Regenschirme mit Spitze) und eindeutige Vermummungsgegenstände („Hassis“, Schlauchschals) mit euch.
  2. Gleiches gilt für Substanzen, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen.
  3. Informiert euch mittels gängigem Infomaterial wie Was tun wenns brennt von der Roten Hilfe
  4. Sprecht euch in euren Bezugsgruppen ab! Wisst zusammen, was ihr wollt, welche Art der Aktion die richtige für euch ist und sprecht offen über die körperlichen und psychischen Folgen von Repression. Niemand ist ein*e Versager*in, wenn man Angst hat!

Seid besser auf die Tage vorbereitet und denkt beim Packen zu Hause an das Packkit für die Aktionen:

  1.  Ausreichend Wasser – damit ihr nicht dehydriert und ggf. Pfefferspray ausspülen könnt
  2. Einmalhandschuhe für die Versorgung kleinerer Wunden bei euch oder Genoss*innen – kann man gut steril in einem gelben Überraschungsei verpacken
  3. Wechselsachen, falls ihr doch etwas mehr nass werden solltet
  4.  Feste Schuhe – Sneaker sehen geiler aus, sind aber auch schneller mal kaputt oder durchnässt
  5. Ausreichend Bargeld – Hamburger Banken haben angekündigt, den Betrieb von Filialen und Automaten einzustellen
  6. Sonnencreme & Kopfbedeckung – gegen Sonnenbrand & Hitzeschlag. Benutzt besser fettfreie Sonnencreme, da diese Pfefferspray nicht so verschmiert wie handelsübliche Sonnencreme
  7. Rettungsdecke – dieses schöne silber-goldene Ding schützt euch vor Auskühlung und Überhitzung des Körpers, vor allem bei längeren (erfolgreichen) Blockaden
  8. Je nach Übernachtung: Zelt, Isomatte, Schlafsack

Wir freuen uns auf die Tage in Hamburg und werden kämpferisch für unsere Grundrechte und für unsere Utopie einer besseren Welt eintreten.

ALL TOGETHER NOW. Rise – Revolt – Resist – Against Capitalism!

schriftzug farbig

 

Komm mit mir ins Gefahrengebiet!

ANREISE MITTWOCH

Und weil das zusammen viel schöner ist, als alleine mit dem Auto (und nebenbei viel ökologisch nachhaltiger und auch noch günstiger!), fahren wir am Mittwochabend gemeinsam Zug!

Abfahrtszeiten der Züge am jeweiligen Bahnhof und Umstiegspunkte in den Zug nach Hamburg :

17.20 Uhr: Greifswald — Umstieg in Rostock

17.44 Uhr: Neubrandenburg — Umstieg in Bützow

19.07 Uhr: Rostock — kein Umstieg, Hauptzug nach Hamburg

19.08 Uhr: Güstrow — Umstieg in Bützow

19.21 Uhr: Wismar — Umstieg in Schwerin

20.13. Uhr: Schwerin — alle sind zusammen im Zug!

Gemeinsam kommen wir um 21.41 Uhr in Hamburg an und können flugs auf dem Weg noch die Genoss*innen von der Nachttanzdemo begrüßen und zusammen gen Camp tanzen.

Für die Anfahrt wird es eine Begleitung durch Anwält*innen geben, um uns nicht durch rechtswidrige Scheinargumente der Polizei, wie wir sie öfter bei der Anfahrt zu Demonstrationen vor allem in M-V erleben, die Fahrt vermiesen zu lassen.

Ab Mittwochnachmittag steht zudem das NoG20-MV Infotelefon bereit, bei dem ihr euch wegen Problemen bei der Anreise, auch verschlüsselt per Signal, melden könnt: 0151 63834250 **WICHTIG – Geänderte Handynummer**

Steig mit ein, lass in Hamburg bei den Aktionen zusammen sein! All together now – Another World is coming!

ANREISE SAMSTAG

Wer auf Grund von Maloche, Sorgearbeit oder anderen Verhinderungsgründen nicht am Mittwoch zusammen mit MV nach Hamburg anreisen kann, für den/ die steht eine gemeinsame Anreise am Samstag ab Rostock oder Greifswald bereit. Geht auf die Seite busse.g20-demo.org, wählt eure Stadt aus und wieviele Fahrgäste ihr sein werdet. Die Ticketpreise verstehen sich inklusive Hin- und Rückfahrt.
Kommt am Samstag zum antikapitalistischen Block auf der großen Bündnisdemo „Grenzenlose Solidarität statt G20“, bringt Freund*innen mit!

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Gegen den G20 in Hamburg! Infos & Mobi

NoG20! MV bereitet sich vor — im Juli zusammen nach Hamburg!

In weniger als zwei Monaten treffen sich die Großen der Großen zum Stelldichein in Hamburg. Denkst du jetzt an Putin, Trump & Co.? Naja, fast richtig. Die Großen sind wir, eine Bewegung, die ihren Protest gegen die sozialen Verwerfungen unserer Zeit auf die Straßen tragen werden – gegen eine Riege von Menschen, die innerhalb einer Woche die Weichen für mehr Kapitalismus, mehr Ausbeutung und mehr sozialer Ungleichheit stellen wollen.
Seit Januar 2017 diskutiert und plant aus Rostock hinaus die Gruppe „No-G20 MV“ Aktionen zu den G20-Protesten. Dabei wollen wir die Großstadtenklave so häufig wie möglich verlassen und auch in anderen Städten in MV informieren.
Meldet euch unter nog20mv@systemausfall.org, wenn ihr Interesse an den folgenden Formaten habt. Weiterlesen

Schulter an Schulter gegen Faschismus – Faşizme Karşı Omuz Omuza!

Unter dem Motto „Schulter an Schulter gegen Faschismus“ demonstrierten am heutigen Sonntag Nachmittag circa 300 Menschen aus Rostock ihre Solidarität mit der kurdischen Linken. Anlass war die Verhaftung mehrerer Abgeordneter der prokurdischen Partei HDP (Demokratische Partei der Völker) in der Nacht von Donnerstag zu Freitag, unter ihnen die beiden Vorsitzenden der Partei. Der Aufzug bewegte sich Lautstark vom Hauptbahnhof über den Uniplatz zum Doberaner Platz, wo jeweils eine Kundgebung abgehalten wurde. Nebenbei wurden Flyer verteilt, die umstehenden Personen das Anliegen der Demo vermitteln konnten. Außerdem unterstrichen verschiedene Transparente die Forderung nach einem entschlossenen Widerstand gegen Faschismus über nationale Grenzen Hinweg. Weiterlesen

Das Viertel neben Lichtenhagen

Ein Viertel im Nordwesten der Hansestadt Rostock erlangte im Jahr 1992 traurige Berühmtheit – Lichtenhagen. Seit dem ist „Lichtenhagen“ neben Hoyerswerda oder der Hafenstraße in Lübeck ein Synonym für die rassistischen Pogrome Anfang der 1990er Jahre in Deutschland geworden. Dass diese massive Äußerung von Rassismus als ausgeübte Gewalt und versuchte Tötung nicht ‚überholt‘ oder ‚überwunden‘ ist, zeigen die aktuellen Entwicklungen seit dem Summer of Migration 2015 – angezündete Flüchtlingsunterkünfte oder Angriffe auf offener Straße sind für Personen, die als nicht dem eigenen „Volk“ zugehörig angesehen werden, mittlerweile (wieder) trauriger Alltag. Weiterlesen